Berlin, den 14.07.2013

Liebe UnterstützerInnen der Aktion #stopptkreuznet,

ein gutes halbes Jahr ist es jetzt her, dass die wichtigsten, im Zusammenhang unserer Aktion gewonnenen Hinweise zu den Hintermânnern von kreuz.net der Staatsanwaltschaft in Berlin übergeben werden konnten. Kurz danach ging die Seite offline. Alle großen Medien waren sich einig, dass dieses schnelle und unerwartete Ende der Hassseite klar auf unser Engagement zurückzuführen ist. In einem Aufsehen erregenden Brief hat sich daraufhin auch Kardinal Lehmann bei unserer Kampagne und dem Verlag Bruno Gmünder bedankt, ohne den die ganze Sache nicht ins Rollen gekommen wâre. Diejenigen, die sich jetzt krampfhaft darum bemühen, das Erbe von kreuz.net anzutreten, erweisen sich nur als die tragischen, bedeutungslosen Verwalter von einigen zurückgebliebenen Trümmern. So lange sollte man sie u.E. auch einfach ignorieren.

Nachdem die Seite offline gegangen ist, hat verstândlicher Weise auch das mediale Interesse an der Kampagne nachgelassen. Und damit auch das öffentliche Interesse und der Druck auf die Justiz, der Sache nachzugehen. Dennoch laufen die Ermittlungen dort weiter. Solche Ermittlungen können sich aber sehr lange hinziehen, die Kampagne selbst hat darauf keinen direkten Einfluss.

Auf dieser Basis beantwortet sich auch die Frage, warum das Preisgeld bislang nicht ausgezahlt wurde. Eine solche Auszahlung ist selbstverstândlich an die rechtskrâftige Verurteilung eines oder mehrere Hintermânner gebunden. Alles andere würde tatsâchlich dem ungerechten, von kreuz-net-Anhângern erhobenen Verdacht weiter nâhren, dass hier Selbstjustiz geübt werden sollte. Das Geld liegt aber weiter unter Aufsicht eines Notars bereit, um in diesem Falle ausgezahlt zu werden. Da wir immer noch fest davon ausgehen, dass es zu einer rechtskrâftigen Verurteilung kommen wird, sind uns die Hânde erst einmal gebunden und wir können nicht einfach eine anderweitige Verwendung der Gelder planen, wie von manchen angefragt.

Wir bitten daher unsere Mitstreiter um Verstândnis und Geduld - und natürlich darum, sich weiterhin mutig zu engagieren gegen intolerante, Menschen verachtende Hassrede, Homophobie, Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit: Gemeinsam sind wir stark!

Kontakt: Dr. David Berger, Koordinator „Stoppt Kreuz.net“ Email: david.berger@brunogmuender.com, Tel: 030 / 615 003 78, www.brunogmuender.com

Wie wollen Sie verhindern, dass der Spuk weitergeht? #stopptkreuznet

Stoppt kreuz.net“ antwortet der Deutschen Bischofskonferenz

Am 23. Dezember 2012 hat Herr Kopp für die Deutsche Bischofkonferenz auf einen Brief vom 7. Dezember 2012, den Stopptkreuz.net an Kardinal Lehmann und in Weiterleitung auch an die Bischofskonferenz gerichtet hat, geantwortet. Wir dokumentieren hier Brief und Antwort.

Brief des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz an STOPPT KREUZ.NET (pdf)

Antwort von STOPPT KREUZ.NET vom 7. Januar 2013

Sehr geehrter Herr Kopp,

Ihren Brief vom 23. Dezember 2012 an den Bruno Gmünder Verlag in Sachen „Stoppt kreuz.net“ haben wir erhalten.

Da Sie in der Antwort auf unseren Brief direkt nur den Koordinator der Kampagne ansprechen, erlaube ich mir zu Ihrer Anmerkung bezüglich Gesamtperspektive eine Berichtigung vorzunehmen: Sie konstatieren dort, dass die Deutsche Bischofskonferenz „deutlich vor“ mir zum Thema kreuz.net Stellung bezogen hat. Dies ist nachweislich falsch. Bereits im August 2007 habe ich in einem öffentlichen und viel diskutierten Beitrag unter dem Titel „Lustvolles Entsetzen“ auf das Problem kreuz.net hingewiesen (http://kreuts.net/). Also zu einer Zeit, für die nun all jene kirchlichen Mitarbeiter und Institutionen, die damals willig kreuz.net zitiert und verlinkt haben, in Anspruch nehmen, dass kreuz.net noch eine gut kirchliche Seite war! Schon damals wurde öffentlich gefragt: „Jeder Insider weiß natürlich, dass diese Seite in keiner Weise authentisch katholische Positionen vertritt, aber es wird eben teilweise so wahrgenommen. Deshalb fragt man sich, warum die katholische Kirche in den deutschsprachigen Ländern sich hier nicht mehr bemüht, einem solchen imageschädlichen Projekt Einhalt zu gebieten.“ Erst zwei Jahre später (!) hat sich die Deutsche Bischofskonferenz unter dem medialen Druck, der durch den Williamson-Fall entstanden war, vorsichtig distanziert. Und nach Ihren Angaben erst im Frühjahr 2012 anwaltliche Ermittlungen aufgenommen. Auch hier sind neben mir etwa Herr Volker Beck und viele andere schon Jahre früher tätig geworden!

Völlig richtig ist, dass unsere Aktion, hinter der aktiv und ausdrücklich derzeit fast 3000 Menschen stehen, nur ein Mosaikstein neben anderen war, der schließlich diese Hass-Seite in die Knie gezwungen hat. Da waren etwa der LSVD und Volker Beck, die hier energisch tätig wurden. Ebenso wie dies klar zutage liegt, können Sie nicht verleugnen, dass nach außen hin der Eindruck einer Untätigkeit von Seiten der katholischen Kirche entstanden ist: inwiefern Sie wirklich tätig geworden sind oder das Sekretariat und die Bischöfe das Problem hatten, dieses Tätig werden irgendwie glaubhaft der Öffentlichkeit zu vermitteln, wage ich nicht zu beurteilen. Fakt ist schlicht, dass am Ende jener Eindruck stand, den die „Süddeutsche Zeitung“ kurz auf den Punkt brachte: „Wenn sich kreuz.net nun vorerst aus dem Netz verabschiedet hat, kann sich diesen Erfolg allein die Initiative "Stoppt kreuz.net!" des Berliner Schwulen-Verlages Bruno Gmünder und ihr Koordinator David Berger auf die Fahnen schreiben.“ (SZ vom 3.12.2012) Ominöse Angaben zu anwaltschaftlichen Ermittlungen oder (noch) nicht veröffentlichten Zeitungsartikeln helfen dabei wenig, den Eindruck eines ernsthaften Vorgehens zu erwecken.

Die von Ihnen bekundete Bereitschaft, sich zu bemühen, „die Macher von kreuz.net“ ausfindig zu machen, freut uns natürlich. Zugleich bleibt die Frage bestehen, wie Sie – sollte sich Erfolg einstellen - weiter vorgehen wollen. Der Fall Jolie bzw. des ganzen Priesternetzwerks hat doch deutliche Zweifel an einem ernsthaften Willen, die Dinge intern in der Kirche zu verfolgen, geweckt. Vor diesem Hintergrund werden Sie es sicher auch verstehen, dass wir auf Ihr Angebot nicht eingehen können, Ihnen die Namen mitzuteilen, die wir der Staatsanwaltschaft vor einigen Wochen übergeben haben. Wie Sie wissen, gab es sicher und gibt es vermutlich nach wie vor sowohl in der Schweizer wie in der Deutschen Bischofskonferenz undichte Stellen, über die sehr vertrauliche Informationen an kreuz.net weitergegeben wurden. Von einem vertraulichen Umgang mit diesen Daten können wir daher leider nicht ausgehen.

Sie berufen sich eingangs Ihres Briefes auf die Gesamtperspektive. Sie brennt auch uns auf den Nägeln: Selbst dann, wenn kreuz.net endgültig Geschichte sein sollte und die kriminellen Macher überführt und verurteilt sind, bleibt doch die Frage: Was wird die Deutsche Bischofskonferenz tun, um gegen die menschenfeindliche Ideologie, die die Macher dieser Seite motivierte, anzugehen? Schon jetzt bemerken aufmerksame Medien, dass die „Fundamentalistenmeute weiterzieht“ (so die SZ vom 27.12.2012). Und sie belegen dies mit eindrücklichen Beispielen bei gloria.tv und kath.net (letzteres finanziert u.a. mit Mitteln des kirchlichen Hilfswerks „Kirche in Not“!). Und erneut entsteht der Eindruck: „Der katholische Spuk geht weiter, und die Kirche schaut wieder zu, wie Extremisten an den Normen rütteln.“ (ebd.)

Wie wollen Sie verhindern, dass es um mit den Worten Kardinal Lehmanns zu sprechen, so „beschämend“ für die Kirche weitergeht, wie es bei kreuz.net aufgehört hat?

Tino Henn (Vorsitzender der Geschäftsführung)    David Berger (Koordinator „Stoppt kreuz.net“)

Antidskriminierungsstelle des Bundes bedankt sich bei STOPPTKREUZNET für das erfolgreiche Engagement

Berlin, den 20.12.2012

In einem Brief vom 17.12.2012 an einen der Aktivisten von STOPPTKREUZNET hat sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ausdrücklich bei der Aktion STOPPTKREUZNET für das erfolgreiche zivilgesellschaftliche Engagement der Kampagne bedankt.

In dem Brief heißt es: "Die Aktion STOPPTKREUZNET begrüßen wir daher sehr und freuen uns, dass dank dieses Engagements die Seite mittlerweile aus dem Netz genommen wurde. Im Kampf gegen Diskriminierung ist zivilgesellschaftliches Engagement besonders wichtig, so dass ich Ihnen abschließend auch im Namen von Frau Lüders herzlich für Ihren Einsatz bei STOPPTKREUZNET danken möchte."

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes setzt sich für Betroffene ein, die aus rassistischen Gründen, auf Grund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden.

In dem Brief heißt es weiter: "Wir verurteilen jede Form von Verunglimpfung von Menschen auf Grund ihrer Homosexualität. Die homophoben äußerungen auf der Webseite kreuz.net sind völlig inakzeptabel. Dies betrifft insbesondere auch die Verunglimpfung des verstorbenen Dirk Bach."

Kontakt: Dr. David Berger, Koordinator „Stoppt Kreuz.net“ Email: david.berger@brunogmuender.com, Tel: 030 / 615 003 78, www.brunogmuender.com

An S. E. Kardinal Lehmann
Bischofsplatz 2
55116 Mainz

Berlin, den 07.12.2012

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann,

wir von der Initiative STOPPT KREUZ.NET haben Ihren vorab im Internet veröffentlichten Gastkommentar Ihrer Kirchenzeitung „Glaube und Leben“ zur Kenntnis genommen. Ihr Dank, auch an uns, kommt zu früh. Aufgeklärt ist noch wenig und gerichtsfest bislang nur das (Teil-)Eingeständnis Ihres Angestellten Pfarrers Hendrick Jolie. Mit den von Ihnen ausgesprochenen Konsequenzen.

Das reicht uns nicht und kann auch der katholischen Kirche nicht reichen. Erst wenn die Betreiber und die wesentlichen Zuarbeiter namhaft gemacht sind, können wir von einem Erfolg reden. Erst wenn die Öffentlichkeit und selbstverständlich Sie und alle anderen Entscheider in der Kirche erfahren, mit wessen Handschrift auf der Hass-Seite kreuz-net gehetzt wurde gegen Kirchenleute, Journalisten, Juden, Homosexuelle ... wäre diese Enttarnung zugleich ein Schutz gegen Angriffe von diesen Personen. Soweit wir aus unseren Ermittlungen wissen, nutzen diese Personen die Seite um Personal- und auch allgemeine Kirchenpolitik zu machen.

Zu Ihrer Nachlese, die wir auch zu verfrüht halten, erlauben wir uns Anmerkungen.

1.Sie schreiben, dass Ihnen von Seiten der Kirche im Rahmen der erlaubten Mittel keine Wege zur Aufklärung der Machenschaften zur Verfügung gestanden hätten. Die Newsletter von kreuz.net gingen an sehr, sehr viele kirchliche Würdenträger und die Webseite selbst war für jedermann zugänglich. Einer Ihrer Mitarbeiter fühlte sich dort als Schreiber und Kommentator so selbstsicher, dass er unter Verzicht auf Anonymität andere Würdenträger beschimpfte und allseits krude Dinge von sich gab. Auf einer Seite, die hauptsächlich aus, wie Sie schreiben, „schändlichen Machenschaften“ bestand. Fragen Sie mal im Vertrauen Ihre Mitarbeiter, ob sie schon mal was von diesem „frechen Jolie“ - so nannte er sich selbst – gehört haben. Da müssen Sie sich einfach gefallen lassen, dass ein sehr aktives Wegschauen oder auch Übersehen unterstellt werden kann, ohne Ihnen etwas böswilliges unterstellen zu wollen.

2.Soweit wir aus unseren Ermittlungen sehen, hat sich Herr Jolie mit Klarnamen außer ein paar Rempeleien an der Hetze nicht beteiligt. Der Polizei haben wir umfangreiches Material übergeben aus dem möglicherweise aber noch weiteres Engagement ersichtlich wird. Wir waren bei unseren Interviews immer sehr vorsichtig mit Namensnennungen. Strafrechtlich relevante Feststellungen werden deutsche Gerichte niederschreiben. Auf unserem heutigen Wissensstand wird es uns allerdings nicht überraschen, wenn es auch in Ihrem Bistum noch einige Überraschungen gibt.

3.Sie schreiben, „man“ habe einen Sündenbock finden müssen. Ohne Ihre kirchliche Definition eines Sündenbocks genau zu kennen, hoffen wir doch, dass wir uns einig sind, dass die Webseite gar nicht „gefunden“ werden musste und nach unseren Recherchen in Teilen der katholischen Kirche gerne gelesen wurde. Hinsichtlich Ihrer Bemerkung, es sei nicht immer zimperlich mit der Wahrheit umgegangen worden, teilen wir die Ansicht, wenn sich das auf die Webseite kreuz.net bezieht. Wenn Sie uns diesen Vorwurf machen, ist er allerdings falsch. Wir haben die Deutsche Bischofskonferenz öffentlich aufgefordert mit uns gegen die Hetzerei dieser Webseite vorzugehen. Öffentlich, weil wir verhindern wollten, dass später nicht jemand sagt, der Brief sei nicht verantwortlichen Personen vorgelegt worden. Eine Reaktion auf unseren Brief bekamen wir direkt nicht. Der Presse wurde allerdings mitgeteilt, man reagiere auf unseren Brief nicht. Bei vielen, auch bei vielen katholischen Christen entstand der Eindruck, die Kirche ginge hier wiederum so vor wie bei der Missbrauchsaffäre. Es geht nicht um Kollektivhaftung sondern, wie Sie und die deutschen Bischöfe sich in Ihrer Kirche den Problemen und Fragen stellen.

4.Auch hier sind wir einer Meinung, dass im Zweifel keiner ohne Nachweis einer Schuld verurteilt werden darf. Vor einer Verurteilung gibt es aber Untersuchungen und bei Gericht eine Darlegung der Sachverhalte. Wir gingen, aufgrund der langjährigen Publikationsgeschichte von kreuz.net, davon aus, dass offensichtlich niemand, auch aus der Kirche niemand, ernsthaft die Seite untersucht und zur Anklage bringt. Wenn Sie in Ihrem Umkreis von Merkwürdigkeiten, gar manchmal sogar von kriminellem Handeln hören, dürfen Sie nicht, zumindest als Arbeitgeber, die Augen verschließen und warten, bis ein Polizist einen Ihrer Angestellten verhaftet. Sie sind verpflichtet, Schaden abzuwenden und selbst nachzuforschen. Alles andere wäre fahrlässig. Für einige aus unserer Initiative sah es immer so aus, dass die derzeitige Kirche nur gegen Kirchenkritiker, homosexuelle Priester, Religionslehrer und Kindergärtner ermittelt. Hier wäre Gelegenheit gewesen Ihren Gemeinden und auch der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen, dass es keinen Missbrauchsskandal II gibt.

5.Ob es sich um ein „beklagenswertes Verhalten nur weniger“ handelt oder es um einen „großflächigen Sumpf“ geht, werden die Gerichte urteilen. Auf jeden Fall ist in der Öffentlichkeit angekommen, dass außer pauschalen Distanzierungen kein Ermittlungsinteresse seitens der Kirche erkennbar war. Das dies wiederum wie beim Missbrauchsskandal kritisch gesehen wird, muss sich zumindest die katholische Kirche gefallen lassen. Die Schweizerische Bischofskonferenz geht einen anderen Weg und hat bei uns angefragt, wie wir am besten gegen die Hintermänner von kreuz.net vorgehen können.

6.Sie Schreiben wiederum „nach dieser Affäre“ und verkennen, dass sowohl für unsere Gesellschaft als auch für die Kirche diese Auseinandersetzung nicht zu Ende ist. Sie mögen vielleicht die wenigen Ihnen vorliegenden Aktendeckel schließen. Wir sehen, dass die Hetzer und damit auch die Hetze und Diffamierung zu anderen Webseiten weiterzieht. Weiterzieht auf Seiten, die sich auch, aber nicht nur auf katholisch reimen.

Initiative stoppkreuznet
Dr. David Berger (Koordinator) und Tino Henn (Bruno Gmünder Verlag)

Hassseite kreuz.net seit 02.12.2012, 01:00 Uhr nicht mehr erreichbar. Weiterer Teilerfolg der Aktion STOPPT KREUZNET des Bruno Gmünder Verlags

Berlin, den 03.12.2012

Der Bruno Gmünder Verlag, das Team und die Unterstützer der Kampagne STOPPTKREUZNET zeigen sich erfreut, dass die Hetzseite, abgeschaltet ist. Den Machern und Zuträgern scheint es inzwischen zu riskant, weiterhin aus der Anonymität gegen Homosexuelle, Juden, Politiker, weltoffenen Katholiken und Journalisten zu hetzen und haben die Seite – vorerst – geschlossen. Der Aktion STOPPTKREUZNET ist es gelungen, der Öffentlichkeit die Gefährlichkeit dieser Hassseite zu vermitteln und hat dazu beigetragen, dass die kriminalpolizeilichen Ermittlungen jetzt auf Hochtouren laufen.

Verlagschef Tino Henn: „Spätestens jetzt zeigt sich, dass sich unsere Kampagne bewährt. Als Verlag der schwulen Community wollten wir ein klares politisches Zeichen setzen, dass wir Hassreden in unserer Gesellschaft nicht dulden dürfen. Unsere „Kopfprämie“ auf die Namhaftmachung der Hintermänner war anfangs umstritten, zeigt jetzt aber immer mehr Erfolg. Wir rufen die Macher und Zuträger von kreuz.net jetzt dringend auf, sich ihrem Bischof oder noch besser der Polizei zu stellen. Nur so werden sie im Gerichtsverfahren mildernde Umstände bekommen. “

Der Ermittlungsdruck hatte bereits zur Enttarnung des Sprechers des „Netzwerks katholischer Priester“, Hendrik Jolie, geführt. David Berger, Theologe, Buchautor und Koordinator der Kampagne, hofft jetzt, dass die Ermittlungen jetzt auch schnell zur weiteren Enttarnung der Macher und Zuträger führt. Der Staatsanwaltschaft waren eine Namensliste und umfangreiches Material mit Hinweisen übergeben worden.

David Berger gibt weiterhin zu bedenken:

1.) Es ist durchaus möglich, dass sich die Hassseite strategisch für einige Wochen ins Off zurückzieht, um - wenn der sich in den letzten Tagen intensivierende Sturm vorüber ist - neu aufzutauchen.

2.) Sollte Kreuz.net wirklich Geschichte sein, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die reaktionären Katholiken, die bisher diese Seite gemacht, beliefert und gestützt haben, mit neuen Internetseiten wieder auftauchen. Schon jetzt zeigen die Sympathisanten von kreuz.net ganz offen auf anderen Internetseiten ihr Gesicht und formulieren dort ihre Hassparolen.

3.) Der gesamte kirchlich-homophobe Sumpf, dessen deutlichste Frucht bisher kreuz.net war, wird auch ohne diese Domain in seinem perfiden Treiben weitermachen. Die Deutsche Bischofskonferenz muss ein deutliches Signal setzen, dass Hassreden, Homophobie und Antisemitismus nicht christlich sind und in der katholischen Kirche nicht duldet werden.

Gerade aufgrund dieser Konstellationen ist es wichtig, jetzt energisch und ermutigt durch die bisherigen Erfolge weiterzukämpfen! Die kriminellen Macher dieser Seite müssen enttarnt werden und dürfen nicht ungestraft davonkommen. Das Entstehen neuer homophober Seiten unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und ungebremst durch die Kirche muss verhindert werden.

Die Kampagne hat inzwischen eine weit über die schwule Community reichende Dimension erreicht. David Berger, Koordinator der Kampagne STOPPTKREUZNET: „Zum ersten Mal seit Jahren tritt die schwule Community weitgehend geschlossen gegen Schwulenhass auf. Unterstützt von Menschenrechtlern und zahlreichen politisch motivierten Menschen und getragen von einem eindeutigen Wohlwollen der Öffentlichkeit. Wir konnten dadurch klar zeigen: Die einmal erkämpften Freiheiten lassen wir uns von Euch unter dem Deckmantel der falsch verstandenen Religions- und Meinungsfreiheit nicht mehr nehmen!“

Kontakt: Dr. David Berger, Koordinator „Stoppt Kreuz.net“ Email: david.berger@brunogmuender.com, Tel: 030 / 615 003 78, www.brunogmuender.com

Offener Brief der Aktion STOPPT KREUZ.NET des Bruno Gmünder Verlags an die Schweizer Bischofskonferenz

Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz
Alpengasse 6
Postfach 278
1701 Freiburg i. Ü.

Offener Brief Brunogmuender Deutsche Bischoskonferenz
Offener Brief der Aktion STOPPT KREUZ.NET

Eminenzen und Exzellenzen; sehr geehrte Herren der Schweizer Bischofskonferenz,

wie Sie vielleicht mitbekommen haben, hat der Bruno Gmünder Verlag vor einigen Wochen 15.000 Euro Belohnung für Informationen über die Macher des sogenannten katholischen Nachrichten-Portals kreuz.net ausgesetzt. Anlass war die gegen alle Regeln der Menschlichkeit und zahlreiche Gesetze der Bundesrepublik verstoßende, perfide Bloßstellung Dirk Bachs kurz nach seinem Tod.

Der Zuspruch zu der dadurch entstandenen Kampagne STOPPT KREUZ.NET war immens. Schnell haben wir auch von vielen engagierten Christen beider Kirchen, besonders aber natürlich der katholischen, zahlreiche solidarische Zuschriften bekommen - Sehr häufig verbunden mit der Bemerkung: "Eigentlich tun Sie das, was zuerst Aufgabe unserer Kirche wäre. Die Rufschädigung, die die katholische Kirche durch ein solches Hass-Portal erleidet ist immens!" Vom einfachen Gläubigen bis hin zu den Klerikern hören wir immer wieder, dass sich viele Menschen von der katholischen Kirche abwenden, weil sie vermuten, dass es eine heimliche Zustimmung der katholischen Kirche zu den auf kreuz.net proagierten Inhalten gibt. Offensichtlich sind die bisher erfolgten Distanzierungen durch den Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz vielen Gläubigen nicht genug. Sie wollen Taten sehen denn „an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Mt 7,16).

In diesem Sinne möchten wir Sie einladen, unser Anliegen zu unterstützen. Eine eindrucksvolle Möglichkeit wäre, die angesetzte Belohnung so zu erhöhen, dass die Macher dieser Seite ausfindig gemacht und der Staatsanwaltschaft übergeben werden können. Aber auch über andere eindeutige Signale der Unterstützung des Kampfes gegen kreuz.net würden wir uns freuen. Das Zeichen, dass Sie durch eine solche Geste setzen würden, wäre unübersehbar. Es würde die vielerorts schon verloren gegangene Glaubwürdigkeit wiederherstellen, dass man wirklich allen Menschen mit „Takt und Respekt“ begegnen und sich gegen jede ungerechte Diskriminierung wenden möchte!

Tino Henn
Michael Taubenheim
Nik Reis

Kampagne STOPPT KREUZ.NET übergibt bisherige Resultate der Staatsanwaltschaft sowie dem Verfassungsschutzpräsidenten, Hans-Georg Maaßen.

Am 6.11.2012 wurden die bisherigen Resultate der Aktion STOPPT KREUZ.NET des Bruno Gmünder-Verlags der Staatsanwaltschaft in Berlin übergeben. Einen Tag später wurden die Ergebnisse von Volker Beck, Bundestagsabgeordneter von Bündnis90/Grünen, an den Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen weitergegeben.

Der Verlag hatte am 5. Oktober 15.000 Euro Belohnung für Informationen über die Macher der homophoben Hass-Seite kreuz.net ausgesetzt. Das Angebot an die Deutsche Bischofskonferenz bei der Auffindung der Hintermänner mitzuwirken blieb unbeantwortet. Dennoch konnten Dr. David Berger, Koordinator der Kampagne, sowie deren Rechtsanwältin, Sissy Kraus, Staatsanwaltschaft und Verfassungsschutzpräsident eine Fülle wichtiger Informationen zu den Hintermännern der Redaktion von kreuz.net vorlegen.

Entgegen anders lautender Pressemeldungen und in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, wurden die in dem übergebenen Material enthaltenen Namen nicht bekannt gegeben, um die weiteren Ermittlungsarbeiten nicht zu behindern. Bei den vom Spiegel und anderen Medien und Presseagenturen genannten, in Zusammenarbeit mit STOPPT KREUZ.NET ermittelten Personen handelt es sich um Mitarbeiter der Seite aus der katholischen Kirche, deren Artikel auf kreuz.net veröffentlicht wurden. Bei diesen Personen kann man nicht ohne weiteres davon ausgehen, dass es sich um Mitglieder der wegen verschiedenster Straftaten angezeigten und gesuchten Redaktion handelt. Auch wenn es sich bei einer solchen Mitarbeit nicht automatisch um einen Straftatbestand handelt, wird man die Mitarbeit dieser Personen als äußerst bedenklich einstufen müssen. Zumal diese alle im Dienst der katholischen Kirche stehen. Umso bedauerlicher ist es, dass deren Vorgesetzte aus der Kirche in den meisten Fällen nicht bereit zu sein scheinen disziplinarische Maßnahmen gegen ihre Mitarbeiter zu ergreifen. So verstärkt sich zunehmend der Eindruck, dass die katholische Kirche nicht bereit ist, aktiv gegen die katholische Hass-Seite vorzugehen.

Auch nach der Übergabe der bisherigen Ermittlungsergebnisse setzt die Aktion STOPPT KREUZ.NET ihre Tätigkeit fort. Die Spenden für Kopfgeld und Ermittlungsarbeiten sind inzwischen auf mehr als 23.000 Euro angestiegen. Weitere Informationen unter www.stopptkreuznet.de

Pressekontakte: stopptkreuznet@brunogmuender.com

Schutzbehauptung der Deutschen Bischofskonferenz falsch: Hinter kreuz.net stehen Mitarbeiter aus höchsten Kirchenkreisen

Der Aktion STOPPT KREUZ.NET des Bruno Gmünder Verlages liegen Informationen vor, aus denen hervorgeht, dass hinter kreuz.net Personen aus dem kirchlichen Dienst stehen. Die anders lautende Aussage der Deutschen Bischofskonferenz ist falsch und behindert das Vorgehen gegen kreuz.net. Zudem wächst der Eindruck, dass es ein stilles Einverständnis der katholischen Kirche mit der extremen Homophobie und verbalen Gewalt von kreuz.net gibt.

(Berlin) Der Berliner Bruno Gmünder Verlag hat am 5. Oktober eine Belohnung von 15.000 Euro für Informationen über die Hintermänner des Internetportals kreuz.net ausgesetzt. Die Seite hatte den Entertainer Dirk Bach nach dessen Tod als „Homo-Gestörten“ und sexuell krank bezeichnet. Die Aktion STOPPT KREUZ.NET stieß auf ein breites Echo in den Medien und in sozialen Netzwerken. Inzwischen sind zahlreiche Informationen zu den Hintermännern von kreuz.net eingegangen. Ein Termin bei der Staatsanwaltschaft Berlin zur Übergabe der bisherigen Informationen wurde seitens Rechtsanwältin Kraus initiiert. Die Kampagne hat derzeit mehr als 2.000 aktive Unterstützer und einen weit größeren Sympathisantenkreis. Die Spendensumme ist auf über 22.000 Euro angestiegen. Aber die katholische Kirche will sich trotz allem nicht an den Nachforschungen zu den Machern von kreuz.net beteiligen: Ein Brief des Bruno Gmünder Verlags an die Deutsche Bischofskonferenz vom 10. Oktober 2012, in dem diese von den Kampagnenmachern zu einer solidarischen Zusammenarbeit eingeladen wird, ist unbeantwortet geblieben.

Das ist besonders bedauerlich, weil die jüngst veröffentlichte Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz, dass „niemand im kirchlichen Dienst für kreuz.net tätig“ sei, wohl nicht der Wahrheit entspricht. Der Aktion STOPPT KREUZ.NET liegen Informationen vor, die starke Hinweise darauf enthalten, dass kreuz.net tatsächlich von Personen aus dem kirchlichen Dienst betrieben werden soll. Darunter sogar auch solche aus höchsten Kirchenkreisen. Noch höher soll die Zahl von angeblich für die Kirche arbeitenden anderweitigen Personen sein, die an kreuz.net Informationen liefern, für die Seite Artikel schreiben bzw. deren Veröffentlichung auf der Hetzseite bereitwillig oder unwidersprochen zulassen.

Vor diesem Hintergrund entsteht der Verdacht, dass man sich bewusst auf beschwichtigende Lippenbekenntnisse beschränkt. Dadurch wird ein erfolgversprechendes Vorgehen gegen die Hass-Seite torpediert.

Hinzu kommt die Beobachtung, dass der Schwulenhass von kreuz.net nur die extreme Version einer auch in der Amtskirche zunehmend vorhandenen Homophobie ist. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Bischofskonferenz in ihren Stellungnahmen bislang noch nie explizit vom Schwulenhass der Internetseite distanziert hat.

Tino Henn, Vorsitzender der Geschäftsführung: Da es uns vor allem darum geht, dass die Macher von kreuz.net zur Verantwortung gezogen werden und die Hetze dieser Seite ein Ende findet, bieten wir der Bischofskonferenz erneut unsere Mitarbeit an. Berlin, 22.10.2012

Kontakt: Joachim Koch, Pressearbeit, Email: pr@brunogmuender.com, Tel: 030 / 615 003 78

Offener Brief der Aktion STOPPT KREUZ.NET des Bruno Gmünder Verlags an die Deutsche Bischofskonferenz

Sekretariat der Deutsche Bischofskonferenz
Kaiserstraße 161
53113 Bonn
Berlin, den 10.10.2012

Offener Brief Brunogmuender Deutsche Bischoskonferenz
Offener Brief der Aktion STOPPT KREUZ.NET

Offener Brief der Aktion STOPPT KREUZ.NET des Bruno Gmünder Verlags an die Deutsche Bischofskonferenz

Eminenzen und Exzellenzen; sehr geehrte Herren der Deutschen Bischofskonferenz, wie Sie vielleicht mitbekommen haben, hat der Bruno Gmünder Verlag vor einigen Tagen 15.000 Euro Belohnung für Informationen über die Macher des sogenannten katholischen Nachrichten-Portals kreuz.net ausgesetzt. Anlass war die gegen alle Regeln der Menschlichkeit und zahlreiche Gesetze der Bundesrepublik verstoßende, perfide Bloßstellung Dirk Bachs kurz nach seinem Tod.

Der Zuspruch zu der dadurch entstandenen Kampagne STOPPT KREUZ.NET war immens. Schnell haben wir auch von vielen engagierten Christen beider Kirchen, besonders aber natürlich der katholischen, zahlreiche solidarische Zuschriften bekommen – Sehr häufig verbunden mit der Bemerkung: "Eigentlich tun Sie das, was zuerst Aufgabe unserer Kirche wäre. Die Rufschädigung, die die katholische Kirche durch ein solches Hass-Portal erleidet ist immens!" Vom einfachen Gläubigen bis hin zu den Klerikern hören wir immer wieder, dass sich viele Menschen von der katholischen Kirche abwenden, weil sie vermuten, dass es eine heimliche Zustimmung der katholischen Kirche zu den auf kreuz.net proagierten Inhalten gibt. Offensichtlich sind die bisher erfolgten Distanzierungen durch den Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz vielen Gläubigen nicht genug. Sie wollen Taten sehen – denn „an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Mt 7,16)

In diesem Sinne möchten wir Sie einladen, unser Anliegen zu unterstützen. Eine eindrucksvolle Möglichkeit wäre, die angesetzte Belohnung so zu erhöhen, dass die Macher dieser Seite ausfindig gemacht und der Staatsanwaltschaft übergeben werden können. Aber auch über andere eindeutige Signale der Unterstützung des Kampfes gegen kreuz.net würden wir uns freuen. Das Zeichen, dass Sie durch eine solche Geste setzen würden, wäre unübersehbar. Es würde die vielerorts schon verloren gegangene Glaubwürdigkeit wiederherstellen, dass man wirklich allen Menschen mit „Takt und Respekt“ begegnen und sich gegen jede ungerechte Diskriminierung wenden möchte!

Da auch die Verärgerung darüber groß ist, dass der Vatikan in der Sache anscheinend tatenlos bleibt, schicken wir eine Kopie dieses Schreibens auch an Papst Benedikt XVI.

Tino Henn Michael Taubenheim Nik Reis

Der gleiche Brief ist heute auch an die Österreichische Bischofskonferenz herausgegangen.

veröffentlicht am 11.10.2012

Aktion „STOPPT KREUZ.NET“ vom Bruno Gmünder Verlag ist riesiger Erfolg, Bestsellerautor David Berger Koordinator der Kampagne, Spendenkonto eingerichtet

Der Berliner Bruno Gmünder Verlag hat am 5. Oktober 15.000 Euro "Kopfgeld" für Informationen über die Macher von kreuz.net ausgesetzt. Das Portal hatte den Entertainer Dirk Bach nach dessen Tod als "Homo-Gestörten" und sexuell krank bezeichnet. STOPPT KREUZ.NET stieß auf breites Echo in den Medien und in sozialen Netzwerken. Darum wird die Kampagne jetzt erweitert: Ein Spendenkonto für die Erhöhung des "Kopfgeldes" und weiterer Recherchekosten ist eingerichtet und Dr. David Berger ("Der Heilige Schein") ist der neue Koordinator.

Nachdem der Bruno Gmünder Verlag am Freitag Abend 15.000 Euro Kopfgeld für juristisch verwertbare Informationen über die Hintermänner des Portals für sogenannte "Katholische Nachrichten" ausgesetzt hatte, sind keine 48 Stunden später schon hunderte Hinweise auf stopptkreuznet@brunogmuender.com eingegangen.

Tino Henn, Vorsitzender der Geschäftsführung zum riesigen Erfolg der Kampagne: "Wir freuen uns enorm über das breite Echo in den Medien und über den Widerhall, den STOPPT KREUZ.NET auf sozialen Plattformen gefunden hat. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um die bei uns eingegangenen Informationen möglichst schnell und juristisch Erfolgreich auswerten zu können. Es geht uns als Unternehmen nicht darum, kreuz.net kurzfristig lahmzulegen, wie es andere versuchen, sondern darum, die Hintermänner dingfest zu machen und zur Verantwortung zu ziehen."

tino henn und david berger

Aufgrund des enormen Echos hat der Verlag STOPPT KREUZ.NET erheblich erweitert. Als neuen Koordinator der Kampagne konnte Tino Henn den renommierten Theologen und Bestsellerautor Dr. David Berger ("Der heilige Schein") gewinnen. Berger engagiert sich seit Jahren gegen die Homophobie und Menschenverachtung von kreuz.net und gilt so als deren wichtigster kritischer Kenner. Er wird auch die Öffentlichkeitsarbeit koordinieren und ist Ansprechpartner für Medien.

Berger: "Der Kampf gegen kreuz.net ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Wir leisten mit STOPPT KREUZ.NET etwas, das eigentlich die katholische Kirche tun müsste, um ihr Gesicht zu wahren. Wir als LGBT-Community haben lange genug dabei zugesehen, wie man im Internet zu Hass und Gewalt gegen uns aufruft. Die perfiden Verunglimpfungen von Dirk Bach haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Wir können hier nicht länger tatenlos zusehen. Denn der Schritt von verbaler Aggression hin zu realen Gewalttaten ist vorprogrammiert. Wenn wir jetzt mit gemeinsamen Kräften handeln, können wir ein weithin sichtbares Zeichen setzen."

Auf vielfachen Wunsch der Unterstützer der Kampagne hat der Verlag nun ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem Geld für die Erhöhung der Belohnung und für die Deckung weiterer Recherchearbeiten nach den Machern von kreuz.net gesammelt wird.

Kontoinhaber: Notar Bernhard Falkenstein, Kontonummer: 959 11 73 02 bei der Deutschen Bank AG, BLZ 100 700 24, Verwendungszweck: stopptkreuznet

Tino Henn: "Auch der kleinste Betrag hilft, da sind wir sicher. Aber natürlich freuen wir uns sehr, wenn andere Unternehmen oder Einzelpersonen die Aktion mit größeren Summen unterstützen. Alle Mitstreiter sind uns sehr willkommen!"

Der Verlag hat zusätzlich eine Internetseite eingerichtet, die über den aktuellen Stand informiert. Erreichbar ist diese unter www.stopptkreuznet.de.

veröffentlicht am 09.10.2012

Beleidigung von Dirk Bach: Bruno Gmünder Verlag zahlt Kopfgeld für Informationen über kreuz.net

Berliner Unternehmen setzt 15.000 Euro Kopfgeld für Informationen über die Macher des sogenannten „katholischen Nachrichten“-Portals kreuz.net aus

Einen Tag nach dem Tod des Schauspielers Dirk Bach am 1. Oktober 2012, erschien auf dem Portal für sogenannte "katholische Nachrichten" kreuz.net ein Text unter der Überschrift "Jetzt brennt er in der ewigen Homohölle". In ihm wird Bach als "homosexueller Sittenverderber", "Homo-Gestörter", sexuell krank, „Propagandist der Homo-Unzucht“ und „entartet“ bezeichnet.

Der Bruno Gmünder Verlag, in dem unter anderem Deutschlands schwules Life-Style-Magazin MÄNNER erscheint, kritisiert diesen Umgang mit Dirk Bachs Tod aufs Schärfste.

Tino Henn, Vorsitzender der Geschäftsführung: "Wir wünschen Dirks Partner, seinen Freunden und seiner Familie in dieser schweren Zeit viel Kraft und Zuversicht und werden unser Möglichstes tun, damit das Andenken an Dirk Bach nicht weiter beschädigt wird. Wir haben lange bei kreuz.nets Homohobie zugesehen. Aber jetzt hat das Treiben dieser Katholiban eine Dimension und so viel öffentliche Aufmerksamkeit erreicht, dass jedes stillschweigende Zusehen zu einer Art Mittäterschaft werden würde."

Wir stehen als Medienunternehmen ganz grundsätzlich und unbedingt für das Recht auf Meinungsfreiheit, sehen durch die Äußerungen des kreuz.net-Autoren aber Artikel 5 Absatz 2 des deutschen Grundgesetzes verletzt. Der lautet: "Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre."

Der Bruno Gmünder Verlag hat heute wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung Strafanzeige gegen den Autoren des Textes, aber auch kreuz.net selbst erstattet.

Im Januar 2008 musste ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen kreuz.net eingestellt werden. Weil die Website im US-Bundesstaat Arizona gehostet wird und eine Rechtshilfeersuchen abschlägig beschieden wurde, gab die Staatsanwaltschaft Berlin seinerzeit bekannt: "Im Zuge der Ermittlungen ist es nicht gelungen, einen Tatverdächtigen namhaft zu machen".

Aus diesem Grund setzt der Bruno Gmünder Verlag parallel zur Anzeige ein "Kopfgeld" von 15.000 Euro für Informationen über die deutschen Hintermänner von kreuz.net aus. Das wird demjenigen ausgezahlt der/die dem Verlag die Namen und Kontaktdaten für die Tatverdächtigen, also den Autoren des Textes über Dirk Bach und die Betreiber von kreuz.net. zur Verfügung stellt, so dass sie rechtskräftig verurteilt werden können.

Wir haben eine Email-Adresse eingerichtet, an die betreffende Informationen gesendet werden können: stopptkreuznet@brunogmuender.com

kreuz.net steht nicht das erste Mal in der Kritik. Teile der Website wurden wegen Holocaustleugnung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert und dürfen damit in Deutschland weder offen beworben noch Kindern oder Jugendlichen zugänglich gemacht werden, sind aber weiter frei abrufbar. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft kreuz.net als teilweise antisemitisch ein.

Berlin, 05.10.2012
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